Freitag, 14. August 2015

Festivalbericht: Wacken 2014




Wacken 2014 ist vorbei. Und während ich noch nicht einmal vollständig die unzähligen Bierduschen und Staubwolken aus den Haaren gewaschen habe, ist das Festival für 2015 bereits ausverkauft. Spricht für sich, oder? Aber was macht das W:O:A so begehrt, dass man sich schon während des Festivals unbedingt Karten für das nächste Mal sichern will? Der diesjährige Headliner war es nicht, denn den gab es nicht so richtig. Jedenfalls fehlten allseits bekannte Namen auf dem Line-Up, wie z. B. in den Vorjahren Rammstein oder Alice Cooper. Aber ganz ehrlich: WAYNE interessiert’s. Wacken ist Kult und zwar von Anfang bis Ende.

Sobald man durch die Bändchenkontrolle gekommen ist, fühlt man sich wie Alice im Metal-Wonderland. Fernab der Realität (den Mobilfunk ist nicht unbedingt die einfachste Kommunikationsmöglichkeit, wenn das Netz 80.000 Festivalbesucher gleichzeitig halten muss) taucht man ein in eine Welt in der Metal und Rock das Einzige sind, was zählen. Neben Mainstream-Acts wieHeino und Santiano waren die diesjährigen musikalischen Höhepunkte selbstverständlich die Metal-Gurus Slayer, oder die Auftritte von Megadeth, Emperor, Kreator und Hatebreed. Und eine Entschädigung für den vorzeitig beendeten Auftritt aus 2013 gab es Freitag Abend bereits für die Motörhead-Fans, denn Lemmy wirkte deutlich fitter als letztes Jahr und so war auch der Bandauftritt in diesem Jahr deutlich länger. Besonders anstrengend für meine Lachmuskeln war der legendäre Auftritt von Bülent Ceylan, der nebenbei auch noch bewiesen hat, dass er gesanglich durchaus mit den restlichen Metalbands mithalten kann. Ok, mir als Rockfan hätte es selbstverständlich ganz gut gefallen, wenn auch das Rockgenre mehr bedient worden wäre, aber so wurde 2014 zu einem klassischen „Back to the Roots“. Metal und Harte Klänge, wohin das Ohr reichte. Dazu hatten wir, wie auch schon letztes Jahr, hammer geiles Wetter, also was will man mehr?

Rain or Shine! Das W:O:A ist ein absolutes MUSS!

Bericht von Stefanie Kreft


 

 


 


 




 


 

Böhse Ostern 2014 (17.04.2014 – Lübeck, Rider’s Cafe)


Tourauftakt am 17.04.2014 im Rider’s Cafe Lübeck Bereits bei der Ankunft fühlte ich mich zu Hause inmitten der Rockergemeinde. Auf den Parkplätzen vor dem Rider’s Cafe in Lübeck saßen mehrere Grüppchen gemütlich zusammen, hörten die Songs der Kneipenterroristen, die auch am Abend live auf der Bühne auf sie warteten, stimmten ihre Lieblingssongs ein und waren gut gelaunt. Auch das Rider’s selbst ist für ein Rockkonzert mehr als nur geeignet. Die Tanzfläche bietet ausreichend Platz für einen ordentlichen Pogo, die Theken sind gut erreichbar, die dunkle, rauchige Atmosphäre ist perfekt als Einstimmung für das bevorstehende Konzert und der fehlende Bühnengraben sorgt dafür, dass das Publikum hautnah die Band erleben kann. (nur für mich als kleine Fotografin wird das manchmal schwierig, wenn ich nicht vorhabe mit meiner Cam in den Pogo zu geraten)Zusätzlich kann man sich an einem großen Merchstand in einem separaten Raum, mit allem eindecken, was das Herz begehrt. T-Shirts und Accessoires zu fairen Preisen und die beiden Bands vor und nach ihren Auftritten gleich mit dazu. :)Ich gebe zu, als kleiner Fan der deutschsprachigen Punkrockmusik habe ich mich besonders auf die Vorband des Abends gefreut. Die Drunken Swallows sind im „Sturzflug durch die Republik“, stürzen damit aber nicht ab, sondern gehen steil bergauf. Das Publikum, klar in der Kneipenterroristen-Fan-Überzahl, ist zunächst verhalten und in den hinteren Ecken des Rider’s Cafe zu finden. Doch kaum starten Fränk, Pit, Rowy und Phil mit ihren energiegeladenen Rocksounds, kochte die Stimmung und der Pogo war in vollem Gange. Die Jungs präsentierten Songs ihres Albums „Bis ans Ende unserer Tage“ und hatten auch 2 neue Songs für das Publikum parat. Besonders freut mich, dass Sänger Fränk sich mit seiner markanten Stimme durch die fantastische Setlist gröhlte und man bei den Drunken Swallows kein Politgemotze findet sondern feiern kann zu lustigen oder provozierenden Texten aus dem Alltag. Highlight war ein Heiratsantrag, den Fränk angeleiert hatte. Nachdem die Songauswahl des Abends umgestellt wurde, weil ein Zuschauer seiner Liebsten einen Heiratsantrag machen wollte, dieser aber nicht auftauchte, hat „Showmaster“ Fränk kurzerhand zwei befreundete Mädels dazu motiviert, diesen Part zu übernehmen. Passend zu dieser witzigen Aktion gaben die 4 Schwalben danach ihren Song „Lieber widerlich, als wieder nich“ zum besten. Von mir aus hätte die Band ewig weiterspielen können. Nach diesem genialen Auftakt und einer kurzen Umbauphase (in den Pausen wurde übrigens ganz stilecht Musik derKneipenterroristen gespielt) war die Bühne nun frei für die Band, auf die alle gewartet haben: DieKneipenterroristen gaben in neuem metallastigen Stil ihre Songs zum Besten. Die Songauswahl lag natürlich besonders auf dem neuesten Werk „Lebenslang“, dass am 25.April 2014 erhältlich ist. Doch auch ältere, von den Fans heißgeliebte Songs, wurden mit Enthusiasmus zum Besten gegeben. Das der Stilwechsel von der Coverband hin zur eigenständigen Band „Kneipenterroristen“ gelungen ist, merkt man an dem Publikum, was bereits beim ersten Gitarrensound von Martin, total durchdrehte. Hier spürt man die Fantreue des Publikums, immerhin sind dieKneipenterroristen bereits seit mehr als 15 Jahren auf den Rockbühnen Deutschlands unterwegs. Alles in allem also war der Abend eine sehr gelungene, energiegeladene und unterhaltsame Punk’n’Roll-Show, oder besser gesagt eine riesige Party, die die Bands zusammen mit dem Publikum feierten. Konzertbericht von Stefanie Kreft http://toughmagazine.de/konzertberichte/boehse-ostern-2014-17-04-2014-luebeck-riders-cafe/


 

 

 

 

 

 

Hassliebe: Die Rockband im Interview


Am 01.02.2014 war die Band Hassliebe zu Gast in St.Pauli – dort spielten sie ein Konzert im Rock Café! Redakteurin Stefanie traf die Musiker kurz vor ihrem Auftritt und konnte ihnen einige Fragen stellen!
Hey Leute. Stellt euch unseren Lesern doch bitte kurz vor!
Kurt: Ich bin Songwriter, Gitarrist und Backroundsänger der Band. Ich bin seit der Gründung 2005 dabei. 2011 hat unser Sänger und Bassist Daniel die Band verlassen. Danach gab es leider eine zweijährige Pause, bevor wir 2013 in neuer Besetzung und mit dem Album „Sklave der Neuzeit“ wieder durchgestartet sind.
 
Matze: Ohne Zweifel steht und fällt mit Kurt die Band. Ohne ihn wären wir nicht HASSLIEBE, weil er für die Band die Songs schreibt und der kreative Kopf der Band ist. Ich bin seit 2013 Sänger der Band und kümmer’ mich ausserdem um das Management.
 
Mac: Und ich bin Bassist und unser Medienbeauftragter.
 
Matze: Zu uns gehören auch Flo, unser Schlagzeuger, sowie Mane, unser musikalisches Allroundtalent. Nachdem Flo in die Band kam, ist Mane vom Schlagzeug zum Keyboard gewechselt. Er ist echt genial, ich glaube, er kann einfach jedes Instrument spielen.
 
Was bedeutet für euch der Name HASSLIEBE?
Kurt: Gegensätze wie Hass und Liebe ziehen sich an und gehören zum Leben einfach dazu. Das Eine kann ohne das Andere nicht existieren. Unsere Songs beschäftigen sich mit unseren Erfahrungen und Empfindungen, deshalb passt der Name zu uns.
 
Mac: Genau. Wir beobachten die Menschen um uns herum und uns selbst. In unseren Songs verarbeiten wir unsere Erfahrungen.
 
Jan Jaedike von Rock Hard bezeichnet euch auf eurer Homepage als „Ausnahmeband“ inmitten der vielen Rock-Bands. Was unterscheidet  euch von der immer größer werdenden Zahl deutschsprachiger Rockbands?
Matze: Wir beschäftigen uns mit der Beziehung der Menschen untereinander und sind sehr gesellschaftskritisch. Aber wir distanzieren uns von jeglicher politischer Richtung und wir schreiben auch keine Sauflieder, so wie einige andere Rockbands. Wir wollen nicht in eine politische Ecke gedrängt werden.
 
Kurt: Richtig. Deutsche Rockmusik wird immer gleich in Links oder Rechts eingeteilt. Wir wollen anders sein.
 
Matze: Unsere Musik entsteht durch die unterschiedlichsten Einflüsse unserer musikalischen Vorlieben. Wir sind alle individuell und jeder gibt ein bisschen von sich selbst dazu. So entsteht dann ein gemeinsames Ganzes. Wir sind so unterschiedlich, dass wir gar keine Band sein dürften, aber gerade deshalb funktioniert es so gut zwischen uns. Wir wollen nichts kopieren, sondern unsere eigene Musik machen.
 
Mac: So macht die Summe des Ganzen das Ergebnis. Wir lieben das Riff, nicht dieses schlechte Geschramme. Es geht uns nur um die Musik selbst.
 

Bei euch gab es einen Mitgliederwechsel. Euer Sänger Daniel verließ die Band und Matthias und Dany sind neu in die Band gekommen. Hat sich dadurch etwas in eurer Musik geändert?
Matt: Natürlich. Wir sind auf der Bühne jetzt viel präsenter. Dadurch, dass wir mehr Instrumente spielen können, spürt man einfach mehr Dynamik und Energie. Und ich als Sänger kann mich ganz auf den Gesang konzentrieren. Da ich kein Instrument spiele, hab ich einfach mehr Freiheiten. 
 
Kurt: Früher haben wir auch bayrische Texte auf der Bühne gesungen. Das würde heute gar nicht mehr passen. Stellt euch mal unseren Mac vor, wie er bayrisch singt.
 
Euer aktuelles Album heißt „Sklave der Neuzeit“. Gebt uns einen kleinen Einblick in eure Songs!
Kurt: Das Album sollte eigentlich schon 2011 erscheinen und war schon komplett mit Daniel eingesungen. Nach dem Wechsel in der Band haben wir das Album mit allen Mitgliedern und Instrumenten noch einmal neu aufgenommen. Wir hatten ja bereits davor das Album „Niemandsland“ herausgebracht. Daher war „Sklave der Neuzeit“ wie ein Neubeginn. Die Texte sprudeln einfach so aus mir heraus. Wir wissen zum Beispiel nie genau, was am Ende aus einem Song wird. So sind Songs, die als Balladen gedacht waren, am Ende vielleicht doch eine schnelle Rocknummer.
 
Matze: Das Konzept steht manchmal erst, wenn der Song komplett fertig ist, wie zum Beispiel bei „Wann ist der Mensch ein Mensch“. Mein Lieblingssong auf der Platte ist „Vom Anfang bis zum Schluss“ oder „Sklave der Neuzeit“, zu dem wir auch ein Musikvideo gedreht haben. Außerdem zählt „Einbildung“ auch zu den Songs, die mich persönlich berühren!
 
Mac: Wir haben einen richtig genialen Produzenten, Jon Caffrey, der immer verrückte Ideen hat und jedes Video bis ins kleinste Detail plant. So macht der Dreh verdammt viel Spaß. Und die Musikvideos sind zum großen Teil von Filmen inspiriert, die heute gar keiner mehr schaut.
 
Matze: Wir haben schon oft gehört, unser Video zu „Sklave der Neuzeit“ sei „komisch“. Damit haben wir genau das erreicht, was wir erreichen wollten. Musikvideos, die aus Livemitschnitten bestehen, gibt es ständig. Wir wollten eine Story erzählen. Das Video soll zum Nachdenken anregen und nicht nur unseren Bühnenauftritt zeigen. Es ist ein episches Werk.
 
Mac: Nach dem Motto: Lass das Herz sprechen…
 
Kurt: Unsere Balladen sind inspiriert von amerikanischen Bands und Wolkenmaschine befasst sich mit dem Einsatz von Kernkraftwerken. Der Song ist übrigens entstanden, kurz bevor es 2011 zu der Katastrophe in Fukushima kam. 


Ihr wart letztes Jahr zusammen mit Inextremo auf Deutschlandtour, dieses Jahr gehts direkt weiter. Immer auf Achse also. Hab ihr Heimweh?
Kurt und Mac: NEIN! Eher Fernweh. Wir sind total gern unterwegs. Es ist genial, neue Menschen und Städte kennenzulernen.
 
Mac: Du kommst in irgendeine Stadt und überall kennst du jemanden. Da fühlt man sich sofort wohl und fast wie zu Hause.
 
Matt: Ich bin auch total gern auf Tour, auch wenn ich meine Familie dann schon ein bisschen vermisse. Aber man kommt ja auch immer wieder nach Hause zurück. Wir leben für die Musik und lernen gern immer wieder neue Leute kennen.
 
Wie sind eure weiteren Pläne?
Kurt: Unser Hauptaugenmerk liegt auf unserer neuen Platte, die so schnell wie möglich erscheinen soll. Etwas wird es aber noch dauern, weil wir gerade noch auf Clubtour sind. Aber ich kann euch versprechen: Es wird der Hammer!
 
Matt: Außerdem würden wir gern auf einigen Festivals dieses Jahr spielen. Es gibt auch schon Pläne, aber noch nichts Konkretes.
 
Was erwartet uns gleich bei eurem Auftritt?
Kurt: Wir spielen einen Mix aus den Songs beider Platten, von Balladen bis Metal oder Punkrock. Wir spielen, weil uns die Musik Spaß macht, egal, ob im Club nun 15 oder 5000  Leute unseren Auftritt erleben. Also genießt einfach den Abend und feiert mit uns.
 
Danke für das Interview! Habt ihr noch ein paar letzte Worte für uns?
Matt: Freut euch auf das, was noch kommt!
 
Mac: Es lohnt sich auf jeden Fall, mal bei uns reinzuhören.
 
Interview von Stefanie Kreft im Februar 2014


Hassliebe (01.02.2014 – St.Pauli, Rock Café)


Sie leben für die Musik und ihre Musik lebt durch sie. Das ist es, was HassLiebe ausmacht. Hassliebe, das sind Matze (Gesang), Kurt (Songwriter und Gitarre), Flo (Schlagzeug), Mac (Bass) und Mane (Keyboard). Ihre Songs handeln von ihren persönlichen Erfahrungen und Empfindungen, sie teilen sich über ihre Musik mit. Sauflieder und politische Inhalte wird man hier nicht finden. Schon vor ihrem Auftritt am 01.02.2014 in Rock Cafe St. Pauli in Hamburg konnte ich die Jungs beim Interview (Hier geht es zum Interview) kennenlernen. Die 5 wirken total authentisch und wie eine große Familie. Überhaupt nicht abgehoben, präsentieren sie sich so, wie sie sind. Ein bunter Haufen total unterschiedlicher Charaktere, deren Musikgeschmack nicht unterschiedlicher sein könnte. „Wir dürften eigentlich gar keine Band sein“, so Matze im Interview. Aber „die Summe des einzelnen macht das Ergebnis“, beendet Mac den Satz. Und das zeigt sich auch auf der Bühne. Das Rock Cafe St. Pauli ist ein urgemütlicher kleiner Rockladen, mit einladender Theke, genug Platz zum Abrocken und einer Bühne, auf der man die Bands hautnah erleben kann. Mein erster Gedanke war, oh oh, wie finden 5 Männer auf einer doch recht „überschaulichen“ Bühne Platz und haben dann auch noch genug Raum um richtig abzugehen… Denkste! Die Bühnenshow von HassLiebe war genial. Wer da noch still sitzen bleiben kann, muss blind und taub sein. So viel Dynamik, so viel Energie und das konstant während des kompletten Auftritts! Wahnsinn! Die Setlist war ein sehr gut gewählter Mix aus den Alben „Niemandsland“ und „Sklave der Neuzeit“, sowohl Balladen als auch derben Rock- und Metalsounds. Schon während des Intros und der ersten Songs „Sklave der Neuzeit“ und „Wo bist du“ war die energiegeladene Dynamik deutlich im Rock Cafe zu spüren und schon zog es die ersten begeisterten Rockfans zum Abrocken auf die Tanzfläche. Gefolgt von Songknallern wie „Hört ihr mich“, „Perfekt“ oder „Deine Zeit“ gab es für das zunächst eher ruhige Publikum schon nach kurzer Zeit kein Halten mehr. Es wurde mitgesungen, getanzt und gefeiert. Und immer wieder wurde deutlich, dass die Band durch ihre Fans lebendig wird. Das Publikum wurde aktiv mit in den Ablauf mit einbezogen und als Matze sich zum Crowdsurfen bereit macht, brannte die Hütte. Man spürt deutlich, wie sehr die Band ihre Fans lieben. Und ganz getreu dem Motto -Das Beste kommt zum Schluss- gab es nach dem letzten Song des Abends „Schwarzer Engel“ noch eine fette Zugabe mit den genialen Songs „Mut“, „Warum“, „Vom Anfang bis zum Schluss“ und der Wiederholung von „Schwarzer Engel“. Ein Wahnsinnserlebnis! Fazit: Wer mehr möchte, als stumpfe Beats und inhaltslose Texte, dem kann ich HassLiebe wirklich empfehlen. 
 Konzertbericht von Stefanie Kreft 

Massendefekt (03.05.2014 – Hamburg, Logo)


Ein ausverkauftes Logo, eine tropfende Decke, zwei geniale Vorbands und ein totaler Abriss. Die Rede ist von Massedefekt!


Am 03.05.2014 führe die aktuelle Tour „Zwischen Gleich Und Anders“ die Band Massendefekt ins Logo, dem traditionsreichesten Rockclub Hamburgs.


Mit The Bandgeek Mafia und Radio Havanna holten sich Massendefekt 2 Vorbands auf die Bühne, die passender nicht hätten sein können. Mit Trompeten und Posaunen heizten die Jungs der Ska-Punk-Bank The Bandgeek Mafia dem Publikum so richtig ein, bevor die Punkrocker Radio Hanvannadas Logo in Hamburg so richtig zum kochen brachte. (Beide Bands sind übrigens derbe empfehlenswert und gehören ab jetzt zu meinem festen CD-Sammelsorium)


Noch bevor Massendefekt mit dem ersten Song so richtig loslegte, gab es für das Publikum kein Halten mehr. Die Mädels schmachteten um die Wette und für die Jungs war kein Platz zu eng zum pogen. Und mir wurde sehr schnell bewusst, warum das Logo auch „Hamburgs lauteste Sauna“ genannt wird. Ich habe mir meinen Platz in der ersten Reihe hart erkämpft und auch tapfer verteidigt. Trotz unzähliger blauer Flecken bin ich von dem Abend mehr als begeistert. Massendefekt haben mit ihrer Setlist quer durch ihre Alben und vor allem der neuen Scheibe „Zwischen Gleich Und Anders“ eine erstklassige Songauswahl zusammengestellt und sich gerade bei Favorits wie „Stadt der Engel“ und „Endlosschleifen“ direkt in die Herzen der neuen und alten Fans gerockt.


Hier und da reißt im Eifer des Gefechts dann auch schon mal eine Gitarrensaite. Oder auch zweimal. Kein Wunder, so sehr wie die Jungs auf der Bühne abgehen. Aber so kamen wir gleich noch einmal in den Genuss von „Überlebt“, da ein angespielter Song schließlich nicht einfach an der abgebrochenen Stelle wieder angesetzt werden darf! :) Ab und an habe ich mir Sorgen um meinen Hals gemacht, weil im Logo, dass eher eine breite Bühne als lang nach hinten heraus geht, jeder Crowdsurfer zwangsläufig mindestens 2 Mal an mir vorbegekommen ist. Aber „JA, WIR HABEN ÜBERLEBT“ :) Und ich bin beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder dabei.


Fazit: Wenn ihr die Chance auf Karten habt und Massendefekt in eurer Nähe spielen, schaut auf jeden Fall vorbei! Mit dieser Punkrock-Musik würde auch ich „Singend durch die Hölle“ gehen!

Konzertbericht von Stefanie Kreft

http://toughmagazine.de/konzertberichte/massendefekt-03-05-2014-hamburg-logo/






 


Festivalbericht: Wacken Open Air 2015



Rain or shine.. selten trifft das Motto des W:O:A so den Nagel auf den Kopf wie dieses Jahr. Ja, das WATTEN, ehm Wacken Open Air 2015 war eines der extremsten Festivals, die ich bisher erlebt habe. Nach Starkregen und Sturm an den Tagen und Nächten vor Festival Opening habe ich ja das schlimmste befürchtet und ein paar Mal wäre ich fast von meinem Festivalbesuch abgekommen. Gerade, nachdem am Mittwoch vor der Anreise gewarnt wurde, alle anreisenden Festivalbesucher auf umliegende Parkplätze und Parkhäuser umquartiert wurden und das Festivalgelände unbefahrbar geworden ist. Dennoch habe ich mich Donnerstag morgen auf die Reise gemacht und war überrascht, wie gut ich durch den Checkin und auf den Parkplatz gekommen bin. Ausgerüstet mit Gummistifeln und Regenjacke habe ich mir zunächst einen Überblick über das Gelände verschafft. Was für eine Sauerrei. Der Regen hat alle Wege in Modder-Matschpampen verwandelt. Zu einer richtigen Wattwanderung fehlen tatsächlich nur die Wattwürmer.


Knietief im Modder bin ich durch Feld und Acker gewandert. Himmel, von den meisten Zelten war nicht mehr viel übrig oder sie waren im Matsch versunken. Die meisten Camper sind daher auch in ihre Autos umgezogen. Wirklich abschrecken konnte das Wetter trotzdem niemanden. So war das Infied beim Opener Konzert von Skyline auch gut gefüllt und die Stimmung ausgelassen. Und Schlammpackungen sollen ja auch gut für die Haut sein, oder? Generell wird das Line Up des Festivals immer bunter und hatte für Metalfans genauso viel zu bieten wie für Klassikfans oder Folkmusic-Hörer. Beeindruckend war die Kombination bei U.D.O with Bundeswehr Musikkorps, Metal trifft auf Klassik. Highlights am Donnerstag waren auf jeden Fall der Auftritt von In Extremosowie der Auftritt von TSO und Savage, die gleichzeitig auf True Metal Stage und Black Metal Stage spielten und ein spektakuläres Bühnenbild abgaben. Ich gebe zu, für mich Schön-Wetter-Freund ging es danach nach Hause in die warme Badewanne um meine Frostbeulen loszuwerden. Ich dachte wirklich, dass ich das norddeutsche Wetter mittlerweile gewohnt bin, aber ich war doch eines der wenigen Weicheier, die dem Wetter nicht standhalten konnten. Wogegen die meisten Wackinger tatsächlich das Wetter in Kauf nahmen und sich vom Regen kein bisschen abhalten lassen haben.


Am Freitag ging es für mich in neuer Frische dann erneut zum Festival. Dieses Mal dauerte die Anfahrt ewig, weil sämliche Autos sich bei dem Versuch auf den Parkplatz zu fahren, festfuhren und vom Schlepper rausgezogen werden mussten. Hach, wie schön, dass ich ständig aus Faulheit mit Winterreifen unterwegs bin. Glücklicherweise zeigte sich das Wetter tatsächlich von einer netteren Seite und ab und an ließ sich doch wirklich mal die Sonne blicken. Mit Epica, Sepultura, Crossplane, Stoneman und so weiter, wurde der Wacken-Nachmittag zu einem wirklich entspannten Metalerlebnis. Kleines Highlight des Tages für mich: Der Auftritt von Kärbholz auf der Headbanger Stage im Zelt. Wahnsinn, wie viele Kärbholz-Fans sich hierzu versammelt hatten. Die Masse drängte sich nicht nur dicht an dicht im Zelt sondern ebenso auf dem Gelände vor dem Eingang. Meiner Meinung nach, wird es für die Band wirklich Zeit, das Zelt zu verlassen und auf die Partystage umzuziehen.


Nach der kleinen Rockeinlage ging es weiter mit Annihilator, Opeth und Oomph, später dann mit In Flames, Within Temptation und Ill Nino. Den krönenden Abschluss bildeten The Boss Hoss, bei dem die Menschenmasse ausgelassen feierte. Obwohl ich persönlich ja immer noch rätsel, was die Band auf der True Matel Stage zu suchen hat. Versteht mich nicht falsch, ab und an höre ich die Jungs ganz gern, aber für mich sind sie beim W:O:A genauso fehl am Platz wie „Come-And-See-My-Laptop“-DJs ala Guetta und Co. Allgemein habe ich oft gehört, dass den eingefleischten Metalfans die Qualität des Line Ups verloren geht und Stimmen laut werden, dass das W:O:A seine besten Zeiten bereits hinter sich hat. Ich als treuer Rockfans bin dageben schon froh, wenn mir überhaupt mal eine Band etwas sagt, die auf der Bühne steht. Für mich ist und bleibt das Festival dennoch Kult, weil es das spezielle Wacken-Feeling kein 2. Mal auf der Welt gibt. Hierzu empfehle ich übrigens auch jedem, mal durch die „Mainstreet“ des Dorfes Wacken zu flanieren. Ein ganzes Dorf im Metalfieber. Der Wahnsinn! So, auch Freitag Abend bin ich wieder nach Hause in mein warmes Bett gedüst (ja, ihr dürft mich auslachen). Dieses Mal aber hauptsächlich aus dem Grund, weil ich mich böse am Knöchelt verletzt habe und ich befürchtete, am nächsten Tag gar nicht mehr laufen zu können…


Der Samstag, mein Bein einbandagiert und mit Panzertape in einen festen „Gips“ verwandelt, war der schönste Tag des Festivals, sowohl durch Wetter als auch durch Line Up. Die Sonne strahlte aus vollster Kraft, sodass schon vormittags die ersten mit krebsroter Haut und fettem Sonnenbrand kämpften. Diesen Sommertag hatte nach den Strapazen der letzten Woche wohl niemand mehr erwartet. Und endlich bildete sich mir auch wieder der gewohnte und geliebte Wackenanblick! Lauter schwarz gekleidete Menschen. (Die letzten Tage waren mir viel zu bunt, aber eine schwarze Regenjacke und Gummistiefel hat nun mal nicht jeder) 


Kataklysm und Powerwolf ließen es schon zur Mittagsstunde so richtig krachen. Unbedingt ansehen wollte ich mir auch Danko Jones, dem ein Ruf der verrückten Extraklasse auf der Bühne vorauseilte. Ok, Sänger Danko wirkte nicht annährend so durchgeknallt wie so oft beschrieben, dennoch war der Auftritt richtig gut. Der absolute Knaller und für mich auch der definitiv beste Act des Festivals war Sabaton. Band, Songs, Show, Publikum… alles war einfach perfekt. Das einzige, was richtig übel war, waren die Soundprobleme am Anfang der Show. Der Druck fehlte, dabei muss man Metal doch LAUT hören.



Direkt auf Sabaton folgte der Auftritt von Judas Priest. In der Schule hat uns unser Religionslehrer immer gewarnt: Wer Judas Priest und Iron Maiden hört, kommt in die Hölle. Ich konnte mir also auf keinen Fall die Chance auf diesen Liveauftritt entgehen lassen. Die Wanderung von Black Stage zu True Matel Stage war dafür ein echter Höllengang. Durch den nun nicht mehr flüssigen Modder, der jetzt klebte wie Kaugummi, blieb jeder stecken, verlor mindestens einmal einen Schuh oder landete auf allen Vieren im Matsch. War ich froh, als ich endlich meinen Platz von der Bühne gefunden hatte. Der Auftritt war gut, reichte aber um Längen nicht an Sabaton heran. Immer wieder spannend, ja und fast romantisch, ist der Moment, wenn es dunkel ist und der riesige Schädel zwischen Black Stage und True Metal Stage angezündet wird und in Flammen erstrahlt. Das muss man auf jeden Fall einmal im Leben gesehen haben! Mit Santiano und Subway to Sally war das Festival dann auch schon wieder in den letzten Tönen. 


Und während in der Nacht von Sonntag auf Montag schon der Ticketverkauf für das nächste Wachen Open Air startet (Redaktion: Das Festival ist bereits wieder ausverkauft!), kuriere ich zu Hause mein verletztes Bein und den Muskelkater in jeder Faser meines Körpers. Fest steht: auch 2016 bin ich definitv wieder dabei, wenn es heißt FASTER HARDER LOUDER WACKEN! Dann übrigens mit Blind Guardian, Callejon, Dragonforce, Ministry, Steel Panther, Therion, Axel Rudi Pell, Orphaned Land, Borknagar, Kylesia und Legion Of The Damned. See you in Wacken! Rain or Shine!


Festivalbericht von Stefanie Kreft

Fotos: Stefanie Kreft


Erschienen: http://toughmagazine.de/konzertberichte/festivalbericht-wacken-open-air-2015/

Sonntag, 9. November 2014

Gold Team Designs

Gerade habe ich einen Scrap Blog gefunden mit mega extrem hammer süßen Kits! Schaut euch das mal an:

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